Eine GPS-Störung ist das absichtliche Aussenden von Funkrauschen auf den Frequenzen, die Satellitennavigationssysteme nutzen. Das Satellitensignal, das den Boden erreicht, ist extrem schwach, sodass ein vergleichsweise kleiner Sender es über ein weites Gebiet übertönen kann. Empfänger innerhalb dieses Gebiets — in Smartphones, Autos, Schiffen, Flugzeugen und Drohnen — verlieren ihre Positionsbestimmung oder melden nur noch eine verschlechterte, unzuverlässige Position.
Da sie das Signal selbst angreift und nicht ein einzelnes Gerät, betrifft die GPS-Störung alle in der Nähe gleichzeitig. Sie zielt selten gezielt auf Drohnen, doch eine Drohne, die durch ein gestörtes Gebiet fliegt, spürt es sofort: verweigerte Starts, Abdriften und eine unzuverlässige Rückkehr zum Startpunkt.
Der größte Teil der Störungen über Europa stammt aus militärischer elektronischer Kriegsführung. Sie hat sich seit 2022 verstärkt und strahlt vom Raum Kaliningrad und dem Krieg in der Ukraine über die Ostsee, die baltischen Staaten, Polen, Finnland und Schweden aus, mit einem zweiten Gürtel über dem Schwarzen Meer, dem östlichen Mittelmeer und dem Kaspischen Meer. Tausende Zivilflüge melden inzwischen täglich ein verschlechtertes GPS.
Jedes Verkehrsflugzeug sendet über das offene ADS-B-Netz aus, wie genau seine eigene Navigation ist. FLYAWAY liest diese Genauigkeit von den Flugzeugen über Ihnen aus und wandelt sie in eine farbcodierte Risikokarte für Störung und Spoofing um, die alle paar Minuten aktualisiert wird. Sie ist nur ein Hinweis — kein Navigationsinstrument — doch sie erlaubt Ihnen, einen Ort vor dem Start zu prüfen.
In nahezu jedem Land ist der Betrieb eines GPS-Störsenders illegal. Die großflächige Störung über Europa stammt aus staatlicher militärischer Aktivität, die außerhalb des zivilen Rechts liegt.
Öffnen Sie die Live-Karte und prüfen Sie Ihren Standort. Wenn Flugzeuge über Ihnen eine verschlechterte Genauigkeit melden, zeigt das Gebiet ein erhöhtes Störrisiko an.